Naturschutzrechtliche Fakten kurz erklärt!

Seit April 1972 gibt es im Landkreis Starnberg die ausgewiesenen Landschaftschutztgebiete. In den folgenden Jahren kamen noch einige andere Schutzgebiete hinzu, so gibt es beispielsweise seit 1985 das „ABSP“ als Fachkonzept des Naturschutzes und auf EU-Ebene seit 1992 die FFH-Gebiete (Fauna-Flora-Habitate).

Die wichtigsten und für uns aktuell relevanten Schutzkategorien habe ich hier mal zusammengeschrieben:

Regionaler Grünzug:

Regionaler Grünzug ist meist ein häufig parkähnliches, langgestrecktes unbebautes Gebiet. Grünzüge können und sollen vorzugsweise eine oder mehrere umweltrelevante Funktionen aufnehmen, z. B. als Biotop, als Vorrang- und Schutzfläche zur (Grund)wasserneubildung, als Fläche zur Frisch- bzw. Kaltluftbildung.


Grünzüge sollen das Zusammenwachsen von Siedlungsflächen einzelner Gemeinden oder Gemeindeteile verhindern und haben als Instrument der Freiraumsicherung den Schutz gemeindegrenzübergreifender Freiräume zum Ziel.

Landschaftsschutzgebiet:

Der Landschaftsschutz im Landkreis Starnberg (für den westlichen Landkreis) wurde 1972 festgelegt. Damals war er großzügig um die Siedlungsflächen definiert. Heute sind die Siedlungen in manchen Gebieten schon bis zur Grenze bebaut (Beispiel: Seefeld, Hechendorf).


In §2 werden als Verbote genannt:
Indem in §1 genannten Schutzgebiete ist es verboten, Veränderungen vorzunehmen, die geeignet sind, die Natur zu schädigen, den Naturgenuß zu beeinträchtigen oder das Landschaftsbild zu verunstalten.

Quelle: https://www.lk-starnberg.de/media/custom/613_4812_1.PDF?1184652169

Biotope:

Ein Biotop setzt sich aus den unbelebten Umweltfaktoren wie zum Bespiel der Temperatur, Klima, Wasser und Licht zusammen. Es ist der Lebensraum von Pflanzen, Pilzen oder Tieren. Diese bilden zusammen mit dem Biotop ein Ökosystem. Der Begriff Biotop setzt sich aus den griechischen Wörtern bios = Leben und topos = Ort zusammen.

Fauna-Flora-Habitat:

Die Richtlinie 92/43/EWG zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen ist eine Naturschutz-Richtlinie der Europäischen Union (EU). Im Jahr 1992 wurde die Richtlinie von den damaligen Mitgliedstaaten der Europäischen Union einstimmig verabschiedet. Sie dient gemeinsam mit der Vogelschutzrichtlinie im Wesentlichen der Umsetzung der Berner Konvention, eines ihrer wesentlichen Instrumente ist ein zusammenhängendes Netz von Schutzgebieten, das Natura 2000 genannt wird.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Richtlinie_92/43/EWG_(Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie)

Arten- und Biotopschutzprogramm (ABSP):

Das ABSP ist ein Fachkonzept des Naturschutzes. Es analysiert und bewertet auf der Grundlage der Artenschutzkartierung und der Biotopkartierung alle Flächen, die für den Naturschutz wichtig und erhaltenswert sind und leitet aus den Ergebnissen Ziele und Maßnahmenvorschläge ab.
Erschaffen wurde das Arten- und Biotopschutzprogramm (ABSP) 1985 durch einen Beschluss des Bayerischen Landtags.

Quelle: https://www.lfu.bayern.de/natur/absp_einfuehrung/index.htm

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