Unsere Gemeinderäte: Ortwin Gentz

In unserer Vorstellungs-Serie der fünf Mitglieder unserer Fraktion Grüne/Bürgerinitiative Eichenallee machen wir weiter mit Ortwin Gentz, Vorstand der Bürgerinitiative Eichenallee und Umweltreferent.

Ortwin Gentz

Bürgerinitiative Eichenallee, Umweltreferent, Mitglied Umwelt- und Energieausschuss, Mitglied Bauausschuss, Mitglied Rechnungs­prüfungsausschuss

Der neue Gemeinderat hat seine Arbeit aufgenommen. Wofür wollen Sie sich in den kommenden sechs Jahren besonders einsetzen?

Seefelds Natur und Landschaft verdient einen besonderen Schutz. Dafür sollten wir unsere Entscheidungen mit Weitblick und Augenmaß am langfristigen Wohl der Menschen in der Gemeinde ausrichten. Das ist nicht immer ganz einfach in einer Gemeinde, die in der Boomregion München einem enormen Zuzugsdruck ausgesetzt ist. 

Als Umwelt- und Energiereferent möchte ich in Seefeld den Natur- und Artenschutz und die Energiewende voranbringen. Da gibt es jede Menge zu tun und es ist höchste Zeit, unsere Anstrengungen in diesem Bereich zu vergrößern.

Können Sie ein paar Beispiele nennen?

Auf Freiflächen der Gemeinde gibt es ein großes Potenzial für mehr Artenvielfalt, indem zum Beispiel seltener gemäht und die besonders schädliche Praxis des Mulchens beendet wird. Das kommt Blühpflanzen und Insekten gleichermaßen zugute und ist übrigens eine der Vorgaben aus dem Volksbegehren zum Artenschutz, das vom Landtag angenommen wurde.

Ein anderes Beispiel ist die Förderung erneuerbarer Energien in allen drei Bereichen, bei den Heizungen, beim Strom und beim Verkehr. Hier müssen wir deutlich mehr tun, um das Ziel umzusetzen, bis 2035 den Landkreis vollständig mit erneuerbaren Energien zu versorgen. Bei der Windkraft wurden uns leider aufgrund der 10 H-Regelung und der Nähe zum Sonderflugplatz Oberpfaffenhofen die Hände gebunden. Umso mehr müssen wir im Bereich der Photovoltaik vorankommen.

Sie waren in den letzten 3 Jahren bereits über Petitionen, Bürgerbegehren und Öffentlichkeitsarbeit kommunalpolitisch präsent. Was hat sich mit der Wahl in den Gemeinderat geändert?

Das Gefühl, in der Vergangenheit bei wahrgenommenen Fehlentwicklungen ohnmächtig daneben zu stehen, war ein wichtiger Grund für meinen Einstieg in die Kommunalpolitik. Als Mitglied des Gemeinderats habe ich nun die Chance, aktiv die Entwicklung der Gemeinde zu beeinflussen. Gleichwohl ist das noch kein Selbstläufer und benötigt einen langen Atem, wie unser jüngster Antrag zur Herausnahme der Flächen im Aubachtal bei Gut Delling für die Gewerbegebietsplanung zeigte. Am Ende stimmten die SPD und Teile der CSU gegen den eigenen Antrag und brachten ihn damit zu Fall, nur unsere Fraktion war geschlossen dafür.

Die drei Jahre außerparlamentarischer Arbeit haben mich jedoch stark geprägt und ich werde weiter alles daransetzen, in der Zukunft die Bürgerinnen und Bürger besser zu informieren, ihre Anliegen offener aufzunehmen und sie mehr in Entscheidungsprozesse einzubinden.

Was machen Sie beruflich und wie bringen Sie beide Aufgaben zeitlich unter einen Hut?

Ich bin selbständiger Unternehmer und entwickle seit 2008 iPhone-Apps im Reisebereich für den weltweiten Markt. Glücklicherweise kann ich die Tätigkeit aus dem Home Office ausüben, was Fahrzeit einspart und eine Präsenz im Ort gewährleistet. Auf diese Weise kann ich meine berufliche Tätigkeit ganz gut mit der durchaus zeitintensiven Gemeinderatsarbeit verbinden.

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