Bekenntnis zur Klinik, gegen Standort im Landschaftsschutz.

Es gibt Alternativen!

Kreisverband Starnberg, Ortsverbände Herrsching und Seefeld GRÜNE bekennen sich zu Krankenhaus im westlichen Landkreis

In einer Pressemitteilung bekennen sich die GRÜNEN eindeutig zur Sicherstellung der medizinischen Grundversorgung im westlichen Landkreis Starnberg. Sie unterstützen sowohl im Kreistag als auch in den Gemeinderäten von Herrsching und Seefeld konstruktiv die Erarbeitung einer Lösung für die Zusammenlegung der Kliniken Seefeld und Herrsching, um eine zukunftsfähige Klinikversorgung im westlichen Landkreis zu schaffen. „Gerade in der Pandemie wurde deutlich, wie wichtig eine gute Versorgung mit einem kommunalen Krankenhaus ist“, so GRÜNEN-Sprecherin Kerstin Täubner-Benicke.

Ein Tabu für die GRÜNEN ist jedoch, dass dafür in Seefeld eine Fläche von 25.000 Quadratmetern im Landschaftsschutzgebiet neben dem Friedhof Lindenallee versiegelt werden soll. Die Aussage von Landrat Frey, dieser Standort sei „alternativlos“ wollen die GRÜNEN so nicht gelten lassen. Zunächst gilt es, alle Alternativen zu prüfen, abzuwägen und diese in den demokratisch legitimierten Gremien zu beraten.
„Für uns sind Klima- und Artenschutz von zentraler Bedeutung“, so Martina Neubauer, die der Kreistagsfraktion vorsitzt. „Das Bundesverfassungsgericht hat am 29.04.2021 die Bedeutung des Klimaschutzes insbesondere unter dem Aspekt der Generationengerechtigkeit und Verantwortung für nachfolgende Generationen herausgearbeitet“, führt Neubauer weiter aus und verweist dabei auch auf den Bayerischen Ministerpräsidenten, der das Urteil gelobt hat. „Damit wird deutlich, dass es ein ‚weiter so‘ bei der Versiegelung wertvoller, klimabedeutsamer Flächen nicht geben darf“, ergänzt die Kreisvorsitzende Täubner-Benicke. „Wir dürfen nicht vergessen: Auch Umweltschutz ist eine Form des Gesundheitsschutzes.“

Die GRÜNEN sind überzeugt, dass die Ziele einer optimalen Gesundheitsversorgung und des Natur- und Umweltschutzes in Einklang zu bringen sind, wenn der politische Wille dazu da ist.

Nach derzeitiger Kenntnis ist der ausschlaggebende Faktor für die Einengung auf das Grundstück in Seefeld der potenzielle Kaufpreis des Grundstücks. „Bei einer Entscheidung dieser Tragweite, die die Gemeinde für immer verändern wird, müssen Faktoren wie das Ortsbild, die Verkehrsbelastung, die Folgekosten und eben der Schutz unserer einzigartigen Landschaft eine entscheidende Rolle spielen“, so der 2. Bürgermeister der Gemeinde Seefeld, Thomas Zimmermann (GRÜNE). „Alle Alternativen, auch interkommunale Lösungen zusammen mit Herrsching, müssen ernsthaft geprüft werden.“

In Herrsching gibt es ebenfalls konkrete, realistisch machbare Optionen außerhalb des Landschaftsschutzes. „Wir sind der festen Überzeugung, dass Herrsching mit seiner guten Infrastruktur ein wesentlich besserer Standort für einen Klinikneubau ist. Im Zusammenhang mit dem Neubau des Gymnasiums wurden bereits Grundstücke geprüft, die nicht im Landschaftsschutz liegen, erläutert Anke Rasmussen für die Herrschinger GRÜNEN. „Diese Optionen müssen Gemeinderäte und Landkreis erneut in den Blick nehmen.“.

Die GRÜNEN sind überzeugt, dass es sich nicht nur lohnt, sondern dass es auch die Pflicht aller politischen Verantwortlichen ist, die finanzielle Darstellbarkeit von Standorten außerhalb des Landschaftsschutzes zu prüfen, und nicht auf vermeintlich schnelle und einfache Lösungen auf Kosten der Natur zu springen.

Martina Neubauer fasst die Haltung der Ortsverbände und des Kreisverbands zusammen: „Wir nehmen diese Verantwortung ernst und fordern alle demokratischen Parteien sowie die Bürgerinnen und Bürger auf, sich für einen optimalen, umweltschonenden Standort für eine moderne, zukunftsfähige Klinik im westlichen Landkreis stark zu machen.“

(Abbildung: Der mögliche Standort 2b als grober Lageplan im Landschaftsschutz & regionalem Grünzug (grün) und die FFH-Flächen (rot))

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1 Kommentar

  1. Lang-Henrich

    Standort Lindenallee bedeutet auch:
    Zufahrt für Einsatzfahrzeuge auf die Staatsstraße St2068 in Richtung Herrsching/Inning muss neu geregelt werden. Bau eines Kreisverkehrs oder Ampelanlage !!!
    In Richtung Inning müssen Einsatzfahrzeuge für den kürzesten Weg Bahnübergang passieren. Schranke zu heißt dann warten und das bei einem Notfalleinsatz !, oder zeitlich enormen Umweg über Kreuzung Seefeld/Hechendorf.
    Krankenhausbau Lindenallee zieht somit eine unnötige Menge mehrere Infrastrukturmaßnahmen nach sich auf Kosten unserer Natur.

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